Zukunfts*archiv

Zukunfts*archiv Kollektiv
design research ✳︎ Feministische Transformationsforschung

Anstehende Termine

01. Juli 2021 — 14:00 – 17:00 Uhr
ONLINE-WORKSHOP »Feministische Praktiken in Zusammenarbeit«VHS Hannover

WORKSHOP

Unser Workshop »Feministische Praktiken in Zusammenarbeit« wandert ins Digitale: Ob in Lohnarbeit, Vereins-, Sorge-, Garten- oder Nachbarschaftsarbeit – unser aller Zusammenarbeit wird geprägt von hetero-patriarchalen Strukturen, von Machtungleichheiten und kapitalistischen Logiken. Im »Brown Bag Lunch« Format der Internationalen Gesellschaft für Diversity Management (idm e.V.) haben wir gemeinsam über wünschenswerte Veränderungen diskutiert und solidarische Strategien gesammelt, um feministische Praktiken zu etablieren und Strukturen zu verändern.

Der nächste Workshop findet am 01. Juli statt – wir treffen uns in der digitalen VHS Hannover.

WORKSHOP — [VON MIRIAM KREUZER]

Imaginationsworkshop: Zukunftsbild »Sorgendes Quartier«

In allen Bereichen des menschlichen und nicht-menschlichen Zusammenlebens lassen sich Sorgebeziehungen entdecken: Menschen sorgen füreinander in Gemeinschaften, ­Regierungen­ tragen Sorge für eine gleichberechtigte Beteiligung aller Bürger*innen, soziale Bewegungen wie Fridays for Future sorgen sich um globale Klimagerechtigkeit und Mikroben sorgen für fruchtbare Böden. Sorge (Care) ist dabei nicht nur eine Aktivität — sie ist eine Perspektive, eine Haltung, mit der wir auf die Orga­ni­sation gesellschaftlichen Lebens blicken können. So lässt sich Care und Demokratie zusammendenken: Demokratie, als ein Netz an Sorgebeziehungen, in dem niemand ohne Sorge ist, in dem die Zuweisung von Sorgeverantwortung demo­kratisch ausgehandelt wird, in dem das Sorgetragen für ein gleichberechtigtes Miteinander als bürger*innenschaftliche Verantwortung verstanden wird und in dem Solidarität und Sorge zentrale demokratische Werte sind.
Doch was heißt das in der Praxis? Um konkrete Ansätze zu finden, blicken wir in einem Imaginationsworkshop auf die ­Ebene des Quartiers: Was wünschen wir uns von einem sorgenden Quartier? Welche Elemente und Sorgebeziehungen kann dieses umfassen, um ein gleichberechtigtes, freies und solidarisches (Zusammen-)Leben zu ermöglichen? Wo finden wir bereits in der Gegenwart Ansätze für ein Sorgetragen im Quartier? Stück für Stück nähern wir uns so dem Zukunftsbild »sorgendes Quartier«.

WORKSHOP

Feministische Praktiken in Zusammenarbeit

Wie soll Zusammenarbeit in Zukunft aussehen? Welche Strukturen brauchen wir? Wie lassen sich eingeschriebene Machtverhältnisse sichtbar machen? Und was sind feministische Praktiken und Fragen, um dort hinzukommen? Gemeinsam haben wir uns auf die Suche begeben nach Beispielen, Strategien und solidarische Praktiken, die uns handlungsfähig werden lassen. Den Raum dafür durften wir auf der (Un)Konferenz »Feministische Wege in die Utopie(n)« aufmachen:
»Mit der (Un)Konferenz wollen wir praktische, akademische, aktivistische und künstlerische Perspektiven auf die notwendigen Transformationen unserer Wirtschaft und unseres Lebens werfen. Damit schließen wir nicht nur an die Debatte um feministische Politik, sondern auch an Wachstumskritik und an die sozial-ökologische Transformation an.«
Die entstandene Sammlung an Praktiken haben wir in eine neue Auflage der Tragetasche gefüllt und freuen uns, dass sie damit in Zusammenarbeit wieder ein Stück gewachsen ist. [Foto: Natalia Schätz]

»Tragetasche für«

Wir blicken auf Gruppen, Organisationen, Lohn- und Sorgearbeit und deren verschwimmende Grenzen. Wir fragen nach deren zugrundeliegenden Strukturen und Rahmenbedingungen – dabei werden die Organisationsformen selbst zur Gestaltungsaufgabe. In ihnen sind bereits Logiken und Positionen eingeschrieben, die es zu erforschen und zu hinterfragen gilt. Was braucht es, um diese Strukturen zu entdecken, Selbstverständlichkeiten anzuzweifeln und Machtverhältnisse umzudrehen?
In unserer »Tragetasche« sammeln wir dafür Fragen und Praktiken: Was heißt es ganz praktisch, feministisch in Zusammenarbeit tätig zu sein? Eine subjektive und unvollständige Sammlung von kleinen bis großen Denkanstößen, die dazu einladen, patriarchale Verhältnisse zu stürzen.

↗︎ PDF Download [DEU/ENG, digital und zum Selbstdrucken — Auflage 02]
↗︎ Schreibt uns gerne, wenn ihr die gedruckten Hefte gegen Spende bekommen möchtet. [Materialkosten 3€]

INTERVENTION | VERANSTALTUNG

»Zukunfts*archiv für marginalisiertes Wissen«

Was müssen wir für eine diskriminierungsfreie Hochschule getan haben?
Im »Zukunfts*archiv für marginalisiertes Wissen« wurde die Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen und Diskriminierung in Wissensstrukturen in einen feministischen, hochschulpolitischen Kontext gesetzt. Drei Tage wurde das Zukunftsarchiv als Raum mit einer Vielzahl an partizipativen Formaten und Installationen bespielt, die explizit dazu einluden, Wissen, Fragen und eigene Projekte beizutragen, sodass das Archiv im Laufe der Zeit lebendig wachsen konnte. Der Raum bot zum einen Zeiten für offenen und öffentlichen Dialog, zum anderen für den Austausch von persönlichen Erfahrungen als Safe Space. Das rahmende Programm – Vorträge, Filme, Vernetzungsworkshops und »futurologisch konspirative Gespräche« – brachte unterschiedliche Perspektiven zusammen und wurde zur Diskussionsgrundlage, wie die feministische Auseinandersetzung mit Marginalisierungen an der Hochschule verstetigt werden kann.