Zukunfts*archiv Kollektiv
design research ✳︎ Feministische Transformationsforschung

Das Zukunfts*archiv ist ein interdisziplinäres Kollektiv, das sich mit der Gestaltung von Veränderungsprozessen auseinandersetzt, um zu einer queerfeministischen und sozial-ökologischen Gegenwart und Zukunft zu gelangen. Wir erkunden, gestalten und queerulieren Vorstellungen eines guten Lebens für alle. Wir suchen nach den utopischen Momenten in unserer Gegenwart, nach den Verschiebungen und Zwischenräumen, in denen sorgende, gerechte Lebensweisen ausgehandelt werden. Wachstums- und herrschaftskritisch fragen wir, welche Strukturen ihnen entgegenstehen.
Dazu bewegen wir uns an Schnittstellen von Gestaltung, Kunst, Forschung und Politik. In diversen Formaten entwickeln sie gedankliche und physische Räume, in denen theoretische Auseinandersetzungen praktisch werden.Wir geben Workshops und Seminare, forschen praxisbasiert, entwickeln partizipative Formate und Zines, schreiben, (ver)lernen, spekulieren und knüpfen (mehr-als-menschliche) Bande.

WORKSHOP

Flanieren durch utopische Arbeitsentwürfe

Ausgehend von einer feministischen Betrachtung von Arbeit fragen wir uns: Welche Rolle kann Arbeit für die Veränderung von Gesellschaft einnehmen, sodass wir global und lokal gerecht und gut leben können? Welche utopischen Arbeitsentwürfe gibt es bereits? Und was meint eigentlich ein feministischer Blick auf Arbeit?
Um diesen und anderen Fragen auf die Fährte zu gehen, wollen wir uns in diesem Workshop gemeinsam mit euch auf einen gedanklichen Spaziergang begeben und dabei flanierend von wegweisenden Ideen verschiedener Vordenker*innen inspirieren lassen. Lasst uns alternative Entwürfe von Arbeit entdecken sowie konkrete Orte, an denen die Utopien bereits ein Stück weit im Jetzt angekommen sind. So eröffnet der Workshop einen Möglichkeitsraum, mit eigenen Arbeitsentwürfen gedanklich zu experimentieren.

08. Dezember 2021 — VHS Hannover (online), 09:30 – 12:30 Uhr (kostenfrei)
↗︎ zur Anmeldung bis zum 03.12.21 eine Mail schreiben an album@hannover-stadt.de


WORKSHOP

Feministische Praktiken in Zusammenarbeit

Ob in Lohnarbeit, Vereins-, Sorge-, Garten- oder Nachbarschaftsarbeit – unser aller Zusammenarbeit wird geprägt von hetero-patriarchalen Strukturen, von Machtungleichheiten und kapitalistischen Logiken. Welche Strukturen brauchen wir? Wie lassen sich eingeschriebene Machtverhältnisse sichtbar machen? Und was sind feministische Praktiken und Fragen, um dort hinzukommen? Gemeinsam begeben wir uns auf die Suche nach Beispielen, Strategien und solidarische Praktiken, die uns handlungsfähig werden lassen.

25. August 2021 — Festival »GAP* THE MIND« (Kunstverein Die H_lle)
01. Juli 2021 — Hannoversches Diversity Netzwerk, VHS (online)
27. April 2021 — idm »Brown Bag Lunch« (International Society for Diversity Management; online)
09. Oktober 2020 — (Un)Konferenz »Feministische Wege in die Utopie(n)« (Hannover)
18. Januar 2020 — Open Space »How to Act« Symposium (Braunschweig)


WORKSHOP/ INTERAKTIVE AUSSTELLUNG — [VON DINA RICHERT]

FURORE: Wo ist deine Wut?

04. September 2021
INTERAKTIVE AUSSTELLUNG 14:00 – 19:00 Uhr
WORKSHOP 16:00 – 17:30 Uhr
Platz vor der Christuskirche, Hannover
Plakat + Anmeldung


»Tragetasche«

Wir blicken auf Gruppen, Organisationen, Lohn- und Sorgearbeit und deren verschwimmende Grenzen. Wir fragen nach deren zugrundeliegenden Strukturen und Rahmenbedingungen – dabei werden die Organisationsformen selbst zur Gestaltungsaufgabe. In ihnen sind bereits Logiken und Positionen eingeschrieben, die es zu erforschen und zu hinterfragen gilt. Was braucht es, um diese Strukturen zu entdecken, Selbstverständlichkeiten anzuzweifeln und Machtverhältnisse umzudrehen?
In unserer »Tragetasche« sammeln wir dafür Fragen und Praktiken: Was heißt es ganz praktisch, feministisch in Zusammenarbeit tätig zu sein? Eine subjektive und unvollständige Sammlung von kleinen bis großen Denkanstößen, die dazu einladen, patriarchale Verhältnisse zu stürzen.

↗︎ PDF Download [DEU/ENG, digital und zum Selbstdrucken — Auflage 02]
↗︎ Schreibt uns gerne, wenn ihr die gedruckten Hefte gegen Spende bekommen möchtet. [Materialkosten 4€]


WORKSHOP — [VON MIRIAM KREUZER]

Imaginationsworkshop: Zukunftsbild »Sorgendes Quartier«

In allen Bereichen des menschlichen und nicht-menschlichen Zusammenlebens lassen sich Sorgebeziehungen entdecken: Menschen sorgen füreinander in Gemeinschaften, ­Regierungen­ tragen Sorge für eine gleichberechtigte Beteiligung aller Bürger*innen, soziale Bewegungen wie Fridays for Future sorgen sich um globale Klimagerechtigkeit und Mikroben sorgen für fruchtbare Böden. Sorge (Care) ist dabei nicht nur eine Aktivität — sie ist eine Perspektive, eine Haltung, mit der wir auf die Orga­ni­sation gesellschaftlichen Lebens blicken können. So lässt sich Care und Demokratie zusammendenken: Demokratie, als ein Netz an Sorgebeziehungen, in dem niemand ohne Sorge ist, in dem die Zuweisung von Sorgeverantwortung demo­kratisch ausgehandelt wird, in dem das Sorgetragen für ein gleichberechtigtes Miteinander als bürger*innenschaftliche Verantwortung verstanden wird und in dem Solidarität und Sorge zentrale demokratische Werte sind.
Doch was heißt das in der Praxis? Um konkrete Ansätze zu finden, blicken wir in einem Imaginationsworkshop auf die ­Ebene des Quartiers: Was wünschen wir uns von einem sorgenden Quartier? Welche Elemente und Sorgebeziehungen kann dieses umfassen, um ein gleichberechtigtes, freies und solidarisches (Zusammen-)Leben zu ermöglichen? Wo finden wir bereits in der Gegenwart Ansätze für ein Sorgetragen im Quartier? Stück für Stück nähern wir uns so dem Zukunftsbild »sorgendes Quartier«.


INTERVENTION | VERANSTALTUNG

»Zukunfts*archiv für marginalisiertes Wissen«

Was müssen wir für eine diskriminierungsfreie Hochschule getan haben?
Im »Zukunfts*archiv für marginalisiertes Wissen« wurde die Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen und Diskriminierung in Wissensstrukturen in einen feministischen, hochschulpolitischen Kontext gesetzt. Drei Tage wurde das Zukunftsarchiv als Raum mit einer Vielzahl an partizipativen Formaten und Installationen bespielt, die explizit dazu einluden, Wissen, Fragen und eigene Projekte beizutragen, sodass das Archiv im Laufe der Zeit lebendig wachsen konnte. Der Raum bot zum einen Zeiten für offenen und öffentlichen Dialog, zum anderen für den Austausch von persönlichen Erfahrungen als Safe Space. Das rahmende Programm – Vorträge, Filme, Vernetzungsworkshops und »futurologisch konspirative Gespräche« – brachte unterschiedliche Perspektiven zusammen und wurde zur Diskussionsgrundlage, wie die feministische Auseinandersetzung mit Marginalisierungen an der Hochschule verstetigt werden kann.

aktuell

24.11. — Workshop (fällt leider aus)
»Feministische Praktiken in Zusammenarbeit«
09:30 – 12:30 (online, kostenlos)
↗︎ Anmeldung

08.12. — Workshop
»Flanieren durch utopische Arbeitsentwürfe«
09:30 – 12:30 Uhr (online, kostenlos)
↗︎ Anmeldung

13.12. — Workshop
»MAPPING TRANSFORMATION«
Onlinetagung Bundesakademie für Kulturelle Bildung
↗︎ Anmeldung