Zukunfts*archiv Kollektiv
design research ✳︎ Feministische Transformations
forschung

↗︎ mail@zukunftsarchiv.org

Das Zukunfts*archiv ist ein interdisziplinäres Kollektiv, das sich mit der Gestaltung von Veränderungsprozessen auseinandersetzt, um zu einer queerfeministischen und sozial-ökologischen Gegenwart und Zukunft zu gelangen. Wir erkunden, gestalten und queerulieren Vorstellungen eines guten Lebens für alle. Wir suchen nach den utopischen Momenten in unserer Gegenwart, nach den Verschiebungen und Zwischenräumen, in denen sorgende, gerechte Lebensweisen ausgehandelt werden. Wachstums- und herrschaftskritisch fragen wir, welche Strukturen ihnen entgegenstehen.
Dazu bewegen wir uns an Schnittstellen von Gestaltung, Kunst, Forschung und Politik. In diversen Formaten entwickeln wir gedankliche und physische Räume, in denen theoretische Auseinandersetzungen praktisch werden. Wir geben Workshops und Seminare, forschen praxisbasiert, entwickeln partizipative Formate und Zines, schreiben, (ver)lernen, spekulieren und knüpfen (mehr-als-menschliche) Bande.

WORKSHOP

Was wäre, wenn…? Kultur × Zukunft × Ländlichkeit

Gemeinsam tüfteln wir an ländlichen Kulturorten der Zukunft und experimentieren mit utopischen Entwürfen. Mit unserem kollektiven Zündstoff versetzen wir uns in kommende Zeitdimensionen. Eine partizipative Installation spinnt die Fäden aus dem Workshop weiter und lädt alle auf dem Festival zum Phantasieren ein. Auf in skandalöse Zukünfte! 

In Kooperation mit dem Kulturknotenpunkt Nordwest
12. August 2022
Skandaløs Festival


WORKSHOP [VON KRISTINA FROMM]

Mapping for Transformation: Praxis des Kritischen Kartografierens

Am 22. Juni 2022 hält die Transformation Designerin und Kollektivista Kristina Fromm einen Workshop an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Darin wird in die Praxis des »Kritischen Kartografierens« eingetaucht und zusammen eine galaktische Reise durch Raum und Zeit unternommen.
Packt eure schönsten Raumfahrtanzüge ein und fliegt mit durchs All!

🛸🛸🛸
Wann und Wo:
22.06.22
9:45- 12:45 Uhr
HBK Geb14/214 (schwarzer Raum)


SEMINAR

Von der Leerstelle zur Stelle: Arbeit aus Sicht des Transformation Design

Anhand des exemplarischen Themas Arbeit vermittelt dieser Kurs Perspektiven eines feministischen Transformation Designs – also der Gestaltung von gesellschaftlichen Veränderungsprozessen durch eine queerfeministische Linse. Gesellschaftliche Krisen und Herausforderungen wie Klimawandel, wachsender Rechtspopulismus oder sozio-ökonomische Schieflagen lassen nicht nur in den Natur- oder Sozialwissenschaften ein Unbehagen wachsen und die Erkenntnis reifen: So, wie es ist, kann es nicht bleiben! Auch in Kunst, Kultur und Gestaltung ist die Frage virulent: Wie wollen wir eigentlich leben? Und wie kommen wir dahin? Genau hier setzt die Disziplin sowie das Diskurs- und Gestaltungsfeld des Transformation Design an: Ausgehend von der Kritik am Status Quo und dem Drang zur Veränderung werden nicht nur alternative Szenarien, konkrete Utopien oder wünschenswerte Zukünfte entworfen, sondern vor allem konkrete Gestaltungswege entwickelt, mit denen Transformationsprozesse gelingen können.
Das Seminar vermittelt einen Einstieg in grundlegende methodische sowie diskursive Herangehensweisen des Transformation Design. Um dabei nicht im Abstrakten zu verbleiben, spinnen wir einen roten Faden entlang der Frage: In welcher Arbeitswelt wollen wir leben? Dabei wird ein Einblick in konkrete Methoden (wie bspw. Kritisches Kartografieren, Szenariotechniken, Fazilitations- und Visualisierungstechniken oder Ideen-Katalysationsmethoden,…..) für solch einen feministisch-transformativen Gestaltungsprozess gegeben, die als Inspirationsgrundlage und Werkzeuge auch auf andere Kontexte angepasst werden können. Ziel ist es, nicht nur ein Verständnis für die Gestaltbarkeit gesellschaftlicher Strukturen zu entwickeln, sondern darüber hinaus erste Ansätze für Veränderungen anzuregen.

Dieser Kurs richtet sich an alle Interessierten und insbesondere an Menschen, die keine Lust mehr haben, nur zu kritisieren, sondern lieber gemeinsam mit anderen Veränderungen und wünschenswerte Gegenentwürfen anstoßen möchten.

28.-29. September 2022 — Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel
zur Anmeldung


WORKSHOP

MAPPING (for) TRANSFORMATION

Die Welt rotiert: Sie dreht sich und dreht sich. Und mit ihr die globalen Probleme und Krisen unserer Zeit. Sie ziehen  lange Schatten nach sich, die sich auf jeden unserer Tage legen. So wartet an der Ecke der Klimawandel, so lauert der wachsende Rechtspopulismus und so schleicht die soziale Ungerechtigkeit umher.
Doch wo stehst du? Im Geschrei der Apokalypse? Mit geschlossenen Augen und Ohren? Oder im Zentrum der Veränderung? Oder halt – ist die Haltung zur Welt wirklich so einseitig?
Blicke mit uns durch die transformatorische Brille! Es erwartet dich eine Reflexionspraxis ganz im Sinne des Transformation Design – also der Gestaltung von Veränderung.


13. Dezember 2021 — Onlinetagung Bundesakademie für Kulturelle Bildung


SEMINAR

Feminismen fermentieren

Vor dem Hintergrund von Klimakollaps, Artensterben und kapitalistischen Ruinen erkunden wir feministisch-emanzipatorische Perspektiven auf gesellschaftliche Naturverhältnisse. Fermentierend, Sporen streuend und kompostierend erproben und reflektieren wir Theorien der Feministischen Politischen Ökologie, Community Economies, Ecosexuality und des Queeren Ökofeminismus.
Im Zusammenspiel von theoretischen Denker*innen und gestalterischen Ansätzen machen wir ausfindig, wie sich patriarchal-kapitalistische Herrschaft in unsere Beziehungen einschreibt.


WORKSHOP

Gedankliches Flanieren durch utopische Arbeitsentwürfe

Ausgehend von einer feministischen Betrachtung von Arbeit fragen wir uns: Welche Rolle kann Arbeit für die Veränderung von Gesellschaft einnehmen, sodass wir global und lokal gerecht und gut leben können? Welche utopischen Arbeitsentwürfe gibt es bereits? Und was meint eigentlich ein feministischer Blick auf Arbeit?
Um diesen und anderen Fragen auf die Fährte zu gehen, wollen wir uns in diesem Workshop gemeinsam mit euch auf einen gedanklichen Spaziergang begeben und dabei flanierend von wegweisenden Ideen verschiedener Vordenker*innen inspirieren lassen. Lasst uns alternative Entwürfe von Arbeit entdecken sowie konkrete Orte, an denen die Utopien bereits ein Stück weit im Jetzt angekommen sind. So eröffnet der Workshop einen Möglichkeitsraum, mit eigenen Arbeitsentwürfen gedanklich zu experimentieren.

08. Dezember 2021 — VHS Hannover (online)


WORKSHOP

Feministische Praktiken in Zusammenarbeit

Ob in Lohnarbeit, Vereins-, Sorge-, Garten- oder Nachbarschaftsarbeit – unser aller Zusammenarbeit wird geprägt von hetero-patriarchalen Strukturen, von Machtungleichheiten und kapitalistischen Logiken. Welche Strukturen brauchen wir? Wie lassen sich eingeschriebene Machtverhältnisse sichtbar machen? Und was sind feministische Praktiken und Fragen, um dort hinzukommen? Gemeinsam begeben wir uns auf die Suche nach Beispielen, Strategien und solidarische Praktiken, die uns handlungsfähig werden lassen.

25. August 2021 — Festival »GAP* THE MIND« (Kunstverein Die H_lle)
01. Juli 2021 — Hannoversches Diversity Netzwerk, VHS (online)
27. April 2021 — idm »Brown Bag Lunch« (International Society for Diversity Management; online)
09. Oktober 2020 — (Un)Konferenz »Feministische Wege in die Utopie(n)« (Hannover)
18. Januar 2020 — Open Space »How to Act« Symposium (Braunschweig)


WORKSHOP/ INTERAKTIVE AUSSTELLUNG [VON DINA RICHERT]

FURORE: Wo ist deine Wut?

04. September 2021
INTERAKTIVE AUSSTELLUNG 14:00 – 19:00 Uhr
WORKSHOP 16:00 – 17:30 Uhr
Platz vor der Christuskirche, Hannover
Plakat + Anmeldung


»Tragetasche«

Wir blicken auf Gruppen, Organisationen, Lohn- und Sorgearbeit und deren verschwimmende Grenzen. Wir fragen nach deren zugrundeliegenden Strukturen und Rahmenbedingungen – dabei werden die Organisationsformen selbst zur Gestaltungsaufgabe. In ihnen sind bereits Logiken und Positionen eingeschrieben, die es zu erforschen und zu hinterfragen gilt. Was braucht es, um diese Strukturen zu entdecken, Selbstverständlichkeiten anzuzweifeln und Machtverhältnisse umzudrehen?
In unserer »Tragetasche« sammeln wir dafür Fragen und Praktiken: Was heißt es ganz praktisch, feministisch in Zusammenarbeit tätig zu sein? Eine subjektive und unvollständige Sammlung von kleinen bis großen Denkanstößen, die dazu einladen, patriarchale Verhältnisse zu stürzen.

↗︎ PDF Download [DEU/ENG, digital und zum Selbstdrucken — Auflage 02]
↗︎ Schreibt uns gerne, wenn ihr die gedruckten Hefte gegen Spende bekommen möchtet. [Materialkosten 4€]


WERKZEUG/TEXT [VON MIRIAM KREUZER]

Das sorgende Quartier

In allen Bereichen des menschlichen und nicht-menschlichen Zusammenlebens lassen sich Sorgebeziehungen entdecken: Menschen sorgen füreinander in Gemeinschaften, Regierungen tragen Sorge für eine gleichberechtigte Beteiligung aller Bürger*innen, soziale Bewegungen wie Fridays for Future sorgen sich um globale Klimagerechtigkeit und Mikroben sorgen für fruchtbare Böden. Sorge (Care) ist dabei nicht nur eine Aktivität — sie ist eine Perspektive, eine Haltung, mit der wir auf die Organisation gesellschaftlichen Lebens blicken können. So lässt sich Care und Demokratie zusammendenken: Demokratie, als ein Netz an Sorgebeziehungen, in dem niemand ohne Sorge ist, in dem die Zuweisung von Sorgeverantwortung demokratisch ausgehandelt wird, in dem das Sorgetragen für ein gleichberechtigtes Miteinander als bürger*innenschaftliche Verantwortung verstanden wird und in dem Solidarität und Sorge zentrale demokratische Werte sind.
Doch was heißt das in der Praxis? Wie kann urbaner Raum feministisch — intersektional, inklusiv, gleichberechtigt und an Care ausgerichtet — gestaltet werden? Diesen Fragen widmet sich das Faltblatt „das sorgende Quartier“. Es visualisiert ein Care-Perspektive auf Stadtgestaltung und lädt dazu ein, sie zu erkunden. Betrachter*innen können das Faltblatt als Werkzeug und Orientierungshilfe für die praktische Gestaltung realer Quartiere, Städte und Kommunen verwenden und die genannten Gestaltungsansätze auf eigene Projekte, Initiativen und Institutionen anwenden.

Das Faltblatt kann gegen Spende bestellt werden. Meldet euch einfach per Mail bei uns.


WORKSHOP [VON MIRIAM KREUZER]

Das sorgende Quartier — Handlungsimpulse für die sorgende Gestaltung der eigenen urbanen Umwelt

Wir alle gestalten unsere urbane Umwelt mit – als Nachbar*innen, ehrenamtliche Helfer*innen, Aktivist*innen, Engagierte, (Kommunal-)Politiker*innen, Vereinsmitglieder, …. Eins der gemeinsamen Ziele dabei ist einen Ort zu gestalten, an dem Menschen füreinander Sorgetragen, die Bedürfnisse aller gehört werden und an dessen Entstehung alle Bewohner*innen mitwirken können. Diese Zielvorstellung beschreibt auch das Zukunftsbild eines »sorgenden Quartiers«.
Was genau umfasst ein sorgendes Quartier? Wie können wir mit unserem Engagement zu dessen Realisierung beitragen? Wie kann es uns dabei helfen, Engagement als Sorgearbeit zu betrachten? Und welche Handlungsimpulse können wir daraus auf unser eigenes Engagement anwenden, sodass dieses einen sorgenden Umgang mit Engagierten, Bewohner*innen und auch nicht-menschlichen Leben mitdenkt?
Der interaktive Workshop richtet sich an alle Menschen, die ihre eigene urbane Umwelt aktiv mitgestalten und Lust haben, neue Impulse für ihr Engagement mitzunehmen.


INTERVENTION | VERANSTALTUNG

»Zukunfts*archiv für marginalisiertes Wissen«

Was müssen wir für eine diskriminierungsfreie Hochschule getan haben?
Im »Zukunfts*archiv für marginalisiertes Wissen« wurde die Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen und Diskriminierung in Wissensstrukturen in einen feministischen, hochschulpolitischen Kontext gesetzt. Drei Tage wurde das Zukunftsarchiv als Raum mit einer Vielzahl an partizipativen Formaten und Installationen bespielt, die explizit dazu einluden, Wissen, Fragen und eigene Projekte beizutragen, sodass das Archiv im Laufe der Zeit lebendig wachsen konnte. Der Raum bot zum einen Zeiten für offenen und öffentlichen Dialog, zum anderen für den Austausch von persönlichen Erfahrungen als Safe Space. Das rahmende Programm – Vorträge, Filme, Vernetzungsworkshops und »futurologisch konspirative Gespräche« – brachte unterschiedliche Perspektiven zusammen und wurde zur Diskussionsgrundlage, wie die feministische Auseinandersetzung mit Marginalisierungen an der Hochschule verstetigt werden kann.

aktuell


Unabhängige Forschungsreise zu agrar-kulturellen Lebensweisen und Earthcare [Flora Mammana, IT]

12 August — Workshop
»Was wäre, wenn…?« // Skandaløs Festival

12-14 September — Werkstatt
Bundesakademie für Kulturelle Bildung  [Kristina Fromm] (Link und Titel folgen)

28-29 September — Workshop
»Von der Leerstelle zur Stelle?« Bundesakademie für Kulturelle Bildung

#researchinprogress // Wie funktionieren Websites feministisch? // Wir bauen um!